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Klaus Becker, Orgelbauer

 

"Die Orgel in der St. Jürgen-Kirchen zu bauen, war für meine Mitarbeiter und mich von besonderem Reiz. Sollte doch die Kirche durch die Orgel einen besonderen Akzent bekommen. Dies ist nach meinem Eindruck durch die Gehäusegestaltung mit einmaligem Holz gelungen. Das afrikanische Padukholz wird Jahrhunderte überdauern. Farbe, Struktur und klangliche Eigenschaften sind hervorragend. Die technische Ausstattung der Orgel, Traktur genannt, ist rein mechanisch nach bewährter Bauart des Barock, der Hochblüte der Orgelkunst

 

Auch die Registratur wurde mechanisch gebaut, da diese Art am dauerhaftesten und präzisesten arbeitet und dem Organisten eine heilsame Beschränkung auferlegt, besser zu spielen und weniger zu schalten.

 

Das Pfreifenwerk besteht aus Metallpfeifen einer Zinn- und Bleilegierung und aus Holzpfeifen aus Eiche und Mahagoni.

 

Die Orgel hat drei Manuale und ein Pedal. Man kann durch Koppeln alle Klaviaturen zusammenspielen.

 

Die Aufteilung der Klaviaturen ist auch an der äußeren Gestaltung der Orgel abzulesen. Oben in der Mitte erklingt das 2. Manual, das Hauptwerk. Rechts und links davon das Pedal und darunter, hinter einem Ornamentgitter, das 3. Manual, das Brustwerk. Die 1. Klaviatur ist ein Koppelmanual, das immer die beiden oberen zusammenfasst. Außerdem hat die Orgel 2. Tremulanten, die den Ton der Pfeifen zu einem, gesanglichen Schwingen bringen können.Die Orgel hat 1.192 Pfeifen, die Längste ist 2,40m und die Kleinste 5mm.

 

Möge diese Orgel Frieden in die Herzen tragen und den Weg zu Gott bereiten.

 

 

Eines möchte ich der Orgel auf den Weg geben:


Lob dem Leisen,

alles Laute will beweisen,

alles Leise will versöhnen

mit dem Guten, mit dem Schönen."

Immo Wesnigk, Orgelbausachverständiger der Nordelbischen Kirche

 

"Eine extra für die St. Jürgen-Kirche gebaute Orgel! Ihr schmuckes Äußeres sieht aber nicht modern aus, sondern ähnelt alten Instrumenten. So wie Violine oder Flügel ihrer Form treu geblieben sind, hat auch eine Orgel ihre durch die Eigenart ihrer Konstruktion geprägte äußere Form. Die Orgelbaugrundsätze lassen aber der klanglichen und der äußeren Gestaltung doch einen weiten Raum. Es gehört zur Kunst des Orgelbaus, einen harmonischen Orgelbau mit einem Pfeifenwerk zu schaffen, das einen eigenständigen Charakter zeigt.

 

In dieser Weise ist auch die St. Jürgen-Orgel in hervorragender Handwerksqualität entstanden. Sie hat zu ihrem norddeutschen Charakter noch einen Schuss französischen Charmes durch den bei der Fa. Becker tätigen Intonateur erhalten.

 

Man gehe nicht an das Instrument und suche schnell nur Altgewohntes - auch das wird man finden - darüber hinaus aber wird man sich auf die Orgel einstellen müssen um mit ihr, die reichen Möglichkeiten entdeckend, zu musizieren.

 

So wünsche ich der St. Jürgen-Gemeinde, dass sie immer Persönlichkeiten finden möge, die an dieser Orgel mit Hingabe und Einsicht den kirchenmusikalischen Dienst tun."